Die Elektrotherapie nutzt die Kraft elektrischer Ströme und Stromimpulse, um die natürlichen Heilungsvorgänge im Körper zu aktivieren und zu unterstützen.

Die Elektrotherapie nutzt je nach Anwendungsgebiet nieder-, mittel- oder hochfrequente Stromformen, die durchweg sehr gut verträglich sind. Dabei werden unterschiedliche elektrische Impulsformen genutzt, um die verschiedensten Krankheitsbilder zu beeinflussen.

Durch die Kombination der 3 therapeutisch wichtigen Frequenzen (Mittelfrequenz, Niederfrequenz und Schwellfrequenz) im Amplimove Animal wirkt diese Kombination auf alle Strukturen, die bei einer Läsion beteiligt sein können. Diese Frequenzkombination dringt tief ins Gewebe ein und wirkt gleichzeitig auf Nerven, Gewebe und Muskeln. Der Stoffwechsel im durchströmten Bereich wird unterstützt und vor allem auch entlastet. Es kommt zu einem physiologischen „Pump-Effekt“ auf Gewebsebene, der gezielt Nervensignale und Faseraktivitäten hemmt bzw. aktiviert – je nach therapeutischem Schwerpunkt.

Nervenfaserebene
Das Amplimove Animal bewirkt eine direkte Schmerzstillung durch Querblockade der schmerzleitenden Nervenfasern bei Erhaltung der physiologischen Eigenschaften. Es zielt auf den tiefen Volumenschmerz. Neben den schnell leitenden a-delta-fasern und mechanoaktiven A-Betafasern werden auch die tief liegenden C-Fasern erreicht, die den eigentlichen Dauerschmerz erzeugen, sowie die Nozizeptoren als Zulieferer von Irritationssignalen an afferente Fasern (hauptsächlich C-Fasern). Das Amplimove Animal ist physiologisch wirksam. Schädliche Nebenwirkungen sind keine bekannt.

Gewebsebene
Normalerweise verharren Zellmembranen in einem Ruhepotentialbereich zwischen 90 bis 60 mv. In diesem Bereich ist die Membran erregbar. In höheren Polarisationsbereichen steigt die Verfestigung und Undurchlässigkeit der Membran zunehmend an bis zur totalen Abdichtung. Bei verminderter Polarisation, ca. 30 mv, kommt es zur Lockerung und vermehrter Durchlässigkeit der Membran im durchströmten Gebiet. In diesem Zustand ist die Trophik gesteigert und die Zelle selbst in einer erhöhten Mitosefähigkeit inkl. hoher Regenerationskraft. Blutzirkulation und Lymphrückfluss werden gefördert, die Gewebsernährung verbessert. Schlackenstoffe, Schmerz- und Entzündungsmediatoren werden abtransportiert. Dies kann den Heilungsprozess bis tief ins Gewebe mit all seinen beteiligten Strukturen unterstützen.

Muskelfaserebene
Das Amplimove Animal erreicht im durchströmten Bereich die gesamte Muskulatur auf Muskelfaserebene. Die Muskulatur wird ähnlich dem normalen physiologischen Ablauf tonisiert bzw. detonisiert. Die Erzeugung spontaner, reaktiver Eigenaktivitäten, die einer normalen Muskeltonisierung ähneln, führen zu einer schnellen Stärkung des Gewebes und der muskulären Steuerung.

Mit dem Amplimove Animal lassen sich Erkrankungen des Bewegungsapparates positiv beeinflussen. Da es auf alle Strukturen wirkt, die bei einer Läsion betroffen sein können, ist das Amplimove Animal auch dann indiziert, wenn eine klare Diagnose nicht sicher gestellt werden kann.

Hier eine Auswahl an Indikationen:

Wirbelsäulenbedingte Beschwerden wie z. b. HWS-, BWS-, LWS-Syndrom, Kissing Spines, Spondylose, Dackellähme

Tendopathien, Bandverletzungen

Verletzungsfolgen und Überlastungssyndrome wie Distorsionen, Kontusionen, Hämatome, Gallen-, Gelenkentzündungen

Myopathien z. b. Tying up Syndrom, Kreuzverschlag

Arthrosen, z. b. Spat, Schale, Podotrochlose, Arthrosen bei Ellenbogendysplasie (ED) oder Hüftgelenksdysplasie (HD)

Muskelatrophie, z. b. bei Ruhigstellung, degenerativen Muskelerkrankungen

Paresen, z. b. Radialislähmung, Cauda-equina-Syndrom

Neuropathien / Neuralgien

Wundheilungsstörungen

Lymphödeme

Muskelverspannungen

Frische Entzündungen und Metallimplantate stellen bei der AmpliMove Elektrotherapie keine Kontraindikation dar.

Eine Anwendung des Amplimove Animal darf nicht erfolgen bei:

Trächtigkeit in den ersten 3 Monaten

Anwendung im Bereich des Herzens

Herzrhythmusstörungen

Direkter Behandlung offener oder frischer Wunden; Ausnahme ist die Nutzung spezieller Stoffelektroden mit Silberfäden.

Behandlung infektiöser (bakteriell/viral) oder tumoröser Gewebe

Akuten Infektionskrankheiten

Frischen Blutergüssen

Gleichzeitiger Verabreichung von Lokalanästhetika

Thrombosen

Mittelfrequente Elektrotherapie